Version 11

    Digitalisierung der werkstofflichen Bemusterung

    Mercedes-Benz Cars digitalisiert die werkstoffliche Bemusterung gemeinsam mit der OEM übergreifenden Internetplattform material.one. Das Konzept wurde von den Bereichen PP/VD und MP/BI entwickelt. Die Internetplattform dient als zentrales Bindeglied zwischen allen Prozessbeteiligten: Lieferanten, Sublieferanten, Laboren und Mercedes-Benz.



    Zusammenfassung des neuen Konzeptes:

    Der gesamte Prozess der werkstofflichen Bemusterung wird vereinfacht. material.one bietet Ihnen neue Funktionen, wie z.B. das Ausleiten des CAD-Modells und der dort hinterlegten Informationen oder das Zurverfügungstellen von vorgefertigten, digitalisierten Prüfplänen. Diese basieren auf allgemeinen Industrienormen sowie DBL und MBN von Mercedes-Benz. Auf der Plattform können sie toolgestützt die Auswahl eines Prüflabors treffen. Dabei werden sowohl die Anforderungen des Prüfplans als auch die zeitliche Verfügbarkeit des Labors berücksichtigt. Sublieferanten können einfacher in den Bemusterungsprozess integriert werden, indem Teilprüfungen über die Plattform delegiert werden können. Diese Aspekte erleichtern und beschleunigen den Datenerhebungsprozess erheblich.



    Die Einführung wird im Laufe des Jahres 2021 erfolgen. Unten finden Sie nähere Informationen zu dem neuen Konzept.

    Seien Sie dabei! Gestalten Sie gemeinsam mit uns die Zukunft der werkstofflichen Bemusterung.

    Purpose - Simplify

    Bisher

    • Sie müssen die Prüfanforderungen der Bauteile manuell sichten.
    • Sie erhalten die Normen als pdf-Dokument.
    • Sie müssen Ihre Prüfpläne manuell ableiten und erstellen.
    • Sie müssen Prüfaufträge an Labore separat vergeben.
    • Sie müssen die Prüfberichte der Subunternehmer und Prüflabore manuell konsolidieren und hochladen.

    Neu:

    • Sie erhalten digital eine automatisierte Ableitung aller im CAD-Modell enthaltene Prüfanforderungen.
    • Sie erhalten die Normen in einer interpretierten, digitalen Form.
    • Sie erhalten einen automatisierten Prüfplanentwurf.
    • Sie und Ihre Sublieferanten erhalten ein Tool zur Vergabe von Prüfaufträgen und Eintragen der Prüfergebnisse.
    • Sie erhalten automatisiert einen Soll-Ist-Abgleich.

    Kosten und Benefits

    Bitte beachten Sie, dass bei der Nutzung der Plattform geringe Kosten anfallen. Ihre Kosten pro Bemusterungsvorgang decken die Nutzung der Plattform für Sie und Ihre Sublieferanten ab. Auf Basis der Erkenntnisse einer Studie sowie eines Pilotprojektes, gehen wir davon aus, dass sich Ihre Nutzungsgebühren pro Bemusterungsvorgang aufgrund der genannten Vorteile amortisieren werden. 

    1. effiziente Darstellung des 3D-Modells mit allen Prüfanforderungen
    2. Prüfanforderungen einfach und schnell auslesbar 
    3. Entlastung der Mitarbeiter durch automatisches Erstellen eines Prüfplanentwurfs und geringere Fehleranfälligkeit des Prozesses
    4. Beschleunigung des Vergabeprozesses von Prüfaufträgen und zentrale Dokumentation an einer Stelle
    5. Zeitersparnis bei Ihren Mitarbeitern, weil der Aufwand für die Konsolidierung aller Prüfberichte entfällt

    Durch die Reduzierung der manuellen Aufwände rechnen wir für alle Prozessbeteiligten mit einer Zeitersparnis von mindestens 25 % je Bemusterungsvorgang, wodurch sich für Sie Einsparpotentiale ergeben.

    Workflow

    So sehen die konkreten Arbeitsschritte aus:

    Prozessbeschreibung Workflow

    FAQs

    Wann geht es los?

    Ab 1.6.2021 werden die Bemusterungsprozesse sukzessiv auf den neuen Prozess umgestellt.

    An wen kann ich mich bei Fragen wenden?

    Zusätzliche Informationen erhalten Sie in der Abteilung PP/VDW Team WEB und Team Analytik  one-ppap-material@daimler.com und bei http://material.one/

    Wer informiert meine Sublieferanten und Labore?

    Sie können Ihre Partner über die Plattform einladen. 

    Welche Auswirkung hat dies auf PIA?

    Sie müssen bei dem neuen Prozess in PIA keine Dokumente zur werkstofflichen Bemusterung hochladen.

    PIA wird systemseitig über den aktuellen Stand Ihrer werkstofflichen Bemusterung informiert.

    Für alle weiteren Bemusterungsumfänge nutzen Sie wie gewohnt das System PIA.

    Wer steht hinter material.one?

    Informationen dazu finden Sie auf der Homepage von

    material.one

    Kann ich mir die Plattform (unverbindlich) in Ruhe und im Detail anschauen?

    Ja, eine DEMO Version ist geplant, wir informieren Sie auf der Homepage, sobald diese online geht.

    Wie ist die Vorgehensweise, wenn ich mein Labor oder Sublieferanten nicht auf der Plattform finde?

    Sie können Ihre Partner zur Nutzung der Plattform einladen.  

    Sublieferanten sind dabei kostenfrei, Labore kostenpflichtig. 

    Kann ich auch Vorgänge einreichen bei denen die automatisierte Bewertung gelb oder rot ergibt?

    Prinzipiell Ja, unter Einhaltung der von Mercedes-Benz festgesetzten Vorgehensweise (SDR).

    Ist es möglich, Unterlagen nachzureichen?

    Bis zum endgültigen Einreichen bei Mercedes-Benz können Dokumente nachgereicht werden. 

    Hat das System eine Erinnerungsfunktion und warnt mich rechtzeitig vor Ablauf des finalen Einstelltermin?

    Eine Aufgabenliste mit Endterminen ist vorgesehen. Eine Erinnerungsfunktion ist bei Bedarf möglich.

    Ich muss auch Werkstoffbemusterungen für Nicht-Aufbauwerke einreichen. Läuft das dort nach dem gleichen Schema ab?

    Mittelfristig ist geplant, das System für alle Umfänge zu implementieren. 

    Welche technischen Voraussetzungen sind für die Nutzung notwendig?

    Die Anwendung ist systemunabhängig. Sie benötigen lediglich einen aktuellen Browser. Es ist keine Systeminstallation auf Ihrem Computer erforderlich.

    Nutzen andere OEMs diese Plattform ebenfalls?

    material.one strebt eine OEM-übergreifende Lösung an. 

    Wer nutzt die Plattform bereits? Welche Erfahrungen gibt es dabei?

    Mercedes-Benz benutzt die Plattform bereits für Innenraum-Emissionsbewertungen seit über 5 Jahren. 40 Labore sind angeschlossen. 

    Welches Vertragsverhältnis entsteht durch die Nutzung von material.one?

    Sie schließen einen Nutzungsvertrag mit der Plattform ab. 

    Wie wird die Rechtsverbindlichkeit der auf material.one erfassten Daten sichergestellt?

    Mit Ihrer finalen Freigabe der Daten an Mercedes-Benz erzeugt das System ein pdf-Dokument und übermittelt dieses an die Mercedes-Benz-Systeme. Damit wird der Datensatz als rechtsverbindlich gesetzt und die Daten können auf der Plattform nicht mehr verändert werden. 

    Ist das System sicher?

    Über Authentifizierungs- und Autorisierungsprozesse wird sichergestellt, dass nur berechtigte Nutzer Zugriff auf die Daten haben. Datenänderungen können nachvollzogen werden. Sensible Daten werden verschlüsselt. Die Plattform wurde einem Daimler Security Check unterzogen. 

    Ist sichergestellt, dass die Daten EU-rechtskonform abgespeichert werden?

    Die DSGVO wird eingehalten. 

    Gibt es Schulungen für die Plattform?

    material.one arbeitet aktuell ein Schulungskonzept aus. Wir informieren Sie, sobald Sie sich anmelden können. Genauere Info auch auf der Homepage von material.one. 

    Ich habe Interessen daran, einer der Pilotuser zu werden. An wen kann ich mich wenden?

    Sie können an one-ppap-material@daimler.com oder info@material.one eine Email schreiben. 

    Unterstützt material.one auch sehr komplexe Bauteile?

    Ja, gerade bei komplexen Bauteilen wird das System Sie optimal unterstützen. 

    Welche Unterstützung sieht Mercedes-Benz vor, wenn ich die Plattform nutze?

    Ziel für Mercedes-Benz ist eine bestmögliche Unterstützung des werkstofflichen Bemusterungsprozesses. Der neue Prozess soll allen Beteiligten Vorteile bieten. Mercedes-Benz trägt z.B. die Kosten für die Anzeige der 3D-Modelle, den automatisch generierten Prüfplan und die Normendigitalisierung. Außerdem werden die beschreibenden Dokumente digitalisiert.